ADHS im Erwachsenenalter

ADHS im Erwachsenenalter

ADHS wird häufig über Aufmerksamkeitsdefizit (vor allem bei als monoton erlebten Anforderungen), Impulsivität und Hyperaktivität beschrieben. In der Praxis entstehen die größten Belastungen jedoch oft an anderer Stelle.

Viele Erwachsene mit ADHS erleben intensive, schnell wechselnde emotionale Reaktionen, Missverständnisse in Beziehungen und wiederkehrende Konflikte im beruflichen Alltag. Ursache ist meist keine mangelnde Intelligenz oder Motivation, sondern eine anhaltende Diskrepanz zwischen dem eigenen Erleben und den Erwartungen der Umgebung. Daraus entwickeln sich nicht selten Selbstwertprobleme sowie Muster wie Vermeidung, Prokrastination, problematischer Substanzgebrauch oder die wiederholte Wahl ungünstiger sozialer Konstellationen.

Dabei sind körperliche Anspannung, Erschöpfung und mangelnde Erholung häufig mitbeteiligt.

Gleichzeitig verfügen viele Betroffene über erhebliche Ressourcen, die unter Bedingungen von Kritik und wiederholtem Misserfolg im Alltag kaum noch wirksam werden: Spontanität, Belastbarkeit, Mut, Kreativität, selektive soziale Kompetenz, Loyalität, Humor und ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn.

Nicht selten fehlt ein „Übersetzer“, der klärt, was im sozialen und beruflichen Kontext tatsächlich erwartet wird und wie das eigene Verhalten dort wirkt. Reine Selbstkontrolle reicht hierfür meist nicht aus.

Meine psychotherapeutische Arbeit zielt auf diese Einordnung, auf Übersetzung zwischen innerem Erleben und äußeren Anforderungen sowie auf tragfähige Entscheidungen im Alltag.

Ob dieser Rahmen für deine Situation sinnvoll ist, klärt das Erstgespräch.

Mehr zu meiner Arbeitsweise und der fachlichen Einordnung dieses Ansatzes.